Die Pyramiden um Giseh

Die Pyramiden um Giseh - Das antike Weltwunder

Am 3. Tag unserer Reise war es dann endlich soweit. Wir hatten uns ein Taxi für einen kompletten Tag gemietet, um den ersten großen Höhepunkt unserer Reise anzugehen. Die Pyramiden von Giseh. Wir verließen Kairo Richtung Süden und schon bald konnten wir aus dem Auto die Spitzen der Chephren- und der Cheopspyramide sehen. Ein beeindruckendes Gefühl. Wenig später standen wir am Eingang. Da lagen sie nun vor uns, die Pyramiden von Giseh samt der berühmten Sphinx. Über 4.500 Jahre haben diese nun auf dem Buckel. Die Cheops Pyramide war bis zum Bau des Pariser Eifelturmes mit 146 m das höchste Bauwerk der Welt. Noch heute ranken sich zahlreiche Legenden um den Bau dieses letzte stehende Bauwerk der 7 Weltwunder der Antike. Und die letzten Geheimnisse des Baus haben die Archäologen bis heute nicht entschlüsselt und sie werden sie wohl auch nie ganz entschlüsseln. Wozu auch, dieser Moment vor diesen Monumentalbauten der Menschheitsgeschichte zu stehen wird mir wohl ewig in Erinnerung bleiben. Die Pyramiden hatten uns in ihren Bann gezogen. Es gelang uns 2 der begehrten Tickets für das innere der Cheops Pyramide (die Zahl der Besucher ist täglich auf 150 beschränkt, da die Luftfeuchtigkeit im inneren sonst zu groß wird) zu ergattern. Sicher, es gibt im inneren praktisch nichts zu sehen und das einzig spektakuläre an den überteuerten Tickets ist sicherlich der enge und nicht einfache Weg die Pyramide hinauf in die Grabkammer des Pharaos, aber ich möchte diese Tour dennoch nicht missen. Es zeugt von einem gewissen Respekt gegenüber den Erbauern, daß man dieses Ereignis begeht. Die Leistungen dieser scheinen nämlich heute unvorstellbar. 2,3 Millionen Steine mit einem durchschnittlichen Gewicht von 2,5 Tonnen wurden hier verbaut. Ein kaum vorstellbare Zahl. Ich war restlos begeistert. So beeindruckend hätte ich mir die Pyramiden nicht vorgestellt.


Die Pyramiden von Giseh

Nachdem wir uns den Pyramiden von Giseh ausführlich gewitmet hatten ging es weiter Richtung Süden und weiter Richtung Vergangenheit. Unser nächstes Ziel war Saqqara und die dortige Stufenpyramide des Pharao Zoser, die im Jahre 2650 vor Christus fertiggestellt wurde und als ältestes Bauwerk der Menschheit gilt. Und auch von dieser Pyramide waren wir sehr angetan. Beeindruckend auch die Erdgräber, die um die Stufenpyramide herum zu finden sind. Bevor die Pharaonen des alten Ägypten Pyramiden in die Höhe bauten wurden ca. 30 m tiefe Schächte in die Erde gegraben, in denen die Pharaonen dann beerdigt wurden. In späteren Tagen wurde die Pharaonen dann im Tal der Könige beigesetzt.


Die Stufenpyramide des Pharao Zoser

Unser letztes Ziel an diesem Tag führte uns noch ein Stück weiter Richtung Süden zu den Pyramiden von Dashur. Ursprünglich standen hier einmal 11 Pyramiden, von denen aber nur 2 erhalten geblieben sind. Die rote Pyramide, die wir ebenfalls von innen besichtigten, und die schiefe Pyramide. Es war der erste Versuch keine stufenförmige, sondern eine glatte Pyramide zu bauen. Während des Baus viel den Architekten auf, daß der Winkel nicht stimmte, so wurde der Bauwinkel während des Baus geändert und die Pyramide hat in der Mitte einen knick. Daher ihr Name. Bewundernswert empfanden wir, daß sich hierher keinerlei Touristenbusse zu verirren scheinen. Jedenfalls waren wir alleine und konnten die beiden Pyramiden in aller Ruhe genießen.


Im Inneren der Roten Pyramide, Dashur


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