Edfu & Komombo

Edfu & Komombo - Touristen streng bewacht...

Früh ging es am nächsten Morgen los. Mit dem Konvoi. Von offizieller Seite wird erklärt, daß Individualreisen in Oberägypten seit dem Anschlag am Hadschepsuttempel in den Neunziger Jahren zu gefährlich seien. Daher besteht die Polizei darauf, alle Touristen in Oberägypten in einem begleiteten Konvoi reisen zu lassen. Eine Praxis, an der uns doch erhebliche Zweifel kamen. 1. sind diese Konvois bei weitem eher ungeschützt, als nur mäßig geschützt. Ein Polizeifahrzeug mit ganzen 3 Beamten begleitete den Konvoi nach Assuan. Überholen war nicht erlaubt. Ein weiteres Züruckhängen (auf dem Konvoi nach Abu Simbel von Assuan aus konnten wir stundenlang kein anderes Auto sichten, da unser Bus einfach langsamer war, als die anderen) aber unproblematisch. Wenn den jemand einen Anschlag planen würde, wäre es ein leichtes, diesen durchzuführen. Unserer Meinung haben diese Konvois ganz andere Gründe. Das liebe Geld. Denn die Tempel von Komombo und Edfu per Zug zu erreichen, sind bei den 3 erlaubten Zügen pro Tag ein eher schwieriges Unterfangen. Es sei denn man wünscht sich einen knapp 10 stündigen Aufenthalt in Komombo und eine Übernachtung in Edfu. Die regulären Busse fahren nicht im Konvoi. So bleibt nur das teure Taxi. Und der Taxifahrer drückt einen gewissen Betrag Baksheesh an die Konvoipolizei ab. So scheint der Konvoi mehr eine Art Nebenerwerb als eine notwendige und sinnvolle Polizeiaktion zu sein. Sei es drum, uns blieb kaum eine andere Wahl. Und vor allem der Tempel in Edfu war äußerst sehenswert, so daß sich die Investition lohnte. Edfu gilt als die besterhaltenste aller Tempelanlagen in Ägypten. So konnten wir viele Fresken und Hyroglipheninschriften bewundern. Dies liegt unter anderem an der Tatsache, daß der Tempel von Edfu jünger ist, als jene in Luxor. Er wurde unter Ptolemy XII., dem Vater der berühmten Kleopatra, im Jahre 57 vor Christus vollendet.

Weiter ging es von Edfu Richtung Komombo. Die kleine Tempelanlage direkt am Ufer des Nils gelegen, war ebenfalls sehenswert. Auch sie ist zeitlich in der gleichen Periode anzusiedeln wie der Tempel von Edfu. Komombo war eine wichtige Militärbasis und Handelszentrum zwischen Ägypten und Nubien.


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