In der Sahara

In der Sahara - 50 Grad und peitschender Sand...

Von Timbuktu aus ging es also zu einem 3 tägigen Ausflug in die Sahara. Wobei das Reiten auf einem Kamel doch deutlich angenehmer ist, als auf einem Elefanten, wie ich es in Thailand erlebt hatte. Landschaftlich ist die Wüste hier allerdings keine große Herausforderung und die Tage sind mörderisch heiß. Das Thermometer steigt tagsüber schnell über 50 Grad und meine mitgebrachten Wasservorräte passen sich schnell den örtlichen Temperaturen an. Ich versuche das mitgebrachte Gut in einem Kübel Brunnenwasser zu kühlen, was mein Guide Mohamed eine gute Idee findet. Beflügelt von meinem Einfallsreichtum schnappt er sich meine Schirmmütze und beginnt eifrig zu wedeln, um den Vorgang dank des hierdurch entstehenden kühlen Lüftchens zu beschleunigen. Ich versuch ihm zu erklären, daß dies überhaupt nichts bringe, aber Mohamed ist kein Physiker und so lasse ich ihn gewähren. Beeindruckend hier sind die Nächte. Durch den herrschenden Vollmond und den reflektierenden Sandboden ist es taghell. Es ist durchaus möglich ohne Taschenlampe ein Buch zu lesen. Jetzt verstehe ich, warum die Karawanen tagsüber rasten und nachts marschieren, ohne Lichtprobleme zu haben. Die 2. Nacht gestaltete sich als eher unangenehm ein kleiner Sandsturm kam auf. Ich kann nicht sagen, ob es einen Millimeter meines Körpers gibt, an den sich der Sand nicht meinen Weg gebahnt hatte. Auf jeden Fall versuchte ich mich mit meinem Gesäß Richtung Wind zu drehen, da die erste Brise, die ich in das Gesicht bekam dafür sorgte, daß mir noch 2 Tage später die Augen etwas schmerzten. Letztendlich war ich froh, als ich die Wüste hinter mir gelassen hatte und wieder in Timbuktu war.


Auf einem Kamel durch die Wüste



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