Bangkok

Bangkok - Die pullsierende Metropole

Meine erste außereuropäische Reise führte mich also nach Thailand. Viel hatte ich im Vorfeld gehört oder gesehen, doch nichts war mit dem vergleichbar, was mich auf dieser Tour erwarten würde. Bangkok ist eine relativ junge Stadt und gerade einmal 200 Jahre alt. Zuvor war das ca. 65 km nördlich gelegene Ayhutthaya Hauptstadt Siams. Doch nachdem Ayhutthaya im Krieg mit den Burmesen zerstört wurde, zog der König in das damalige Dorf Bangkok um. Bangkok ist eine Stadt der Gegensätze: Da sind auf der einen Seite die vielen Autos und Tuk Tuks die die Luft verpesten und Bangkok unter einer stetigen Dunstglocke hängen lassen, was nicht selten die Augen bzw. die Atemwege brennen läßt. Auf der anderen Seite findet man Chinatown mit seinen vielen engen Gassen oder aber über 300 Tempelanlagen, allen voran den Königspalast, den ich gleich bei meiner ersten Besichtigungstour in Augenschein nahm. Die Anlage, dem Königspalast des zerstörten Ayhuttaya nachempfunden, stellte mit Sicherheit einen Höhepunkt meiner Thailandreise da. Prunk pur finden sich auf der 1,5 X 1,5 km großen Anlage. Neben dem König ist dies der Wohnsitz des Smaragdbuddha und die einzige Tempelanlage in Thailand die nicht von Mönchen bewacht wird, da sie eben von jenem Smaragdbuddha, dem höchsten aller thailändischen Heiligtümer, bewacht wird.


Im Königspalast

Als nächstes entschied ich mich dazu, meine Stadterkundung mit einem Tuk Tuk, jenem dreirädrigen Motorradverschnitt, fortzusetzen. 10 Baht sollte die zweistündige Tour kosten und mir war natürlich aus Berichten aus dem Vorfeld bekannt, daß es sich hierbei mehr um eine Einkaufs- denn eine Besichtigungstour handelt. Doch mich interessierte einfach, wie das ganze denn so ablaufen würde. Ziel des ganzen ist, die Touristen vor jeder Sehenswürdigkeit in ein Geschäft zu bringen, wo die Tuk Tuk Fahrer vom Inhaber hohe Provisionen kassieren. Diese versuchen dann mit aller Macht und manchmal auch unter der Androhung von Gewalt (so ging es zumindest mir in einem Bekleidungsgeschäft) ihre Ware an den Mann zu bringen. So sah ich unter anderem den Marmortempel (Benchamahoptir), den König Chaulalongkorn im Jahre 1899 erbauen ließ. Außerdem sah ich noch den Golden Mount.


Die Kao Shan Road

Bereits um 4:30 Uhr des nächsten Morgens stand ich auf, um mir vor meinem Hotel auf der Kao Shan Road ein Bild vom geschehen zu machen. So sah ich Touristen, die sich in Begleitung von Thai Mädels auf den Rückweg Richtung Hotel machten, andere die die Straßen vom Dreck der vergangenen Nacht befreiten. Mönche kamen in ihren orangefarbenen Gewändern die Straße entlang, um die Gaben der einheimischen Bevölkerung entgegenzunehmen. Untermalt wurde das ganze von lauter Thai Musik, die aus den Lautsprechern meine Hotels auf die Straße drang. Dies verlieh dem ganzen einen mystischen Flair.


In den Klongs

Nachdem es hell geworden war, machte ich mich in aller Frühe auf Bangkok zu erkunden. Über Watt Suthat ging es weiter nach Chinatown, in dessen engen Straßengewirr man sich durchaus verirren kann. Anschließend lief ich zum Wat Pho. Vor allem der 45 m lange und 15 m hohe liegende Buddha zog mich in seinen Bann. Die Figur ist vollständig vergoldet und stellt Buddha beim Eintritt in das Nirvana da. Anschließend setzte ich über den Chao Phraya über um das auf der anderen Flußseite Wat Arun zu besichtigen, das als Wahrzeichen Bangkoks gilt. Leider ist es mittlerweile nur noch möglich bis zur 2. Etage hoch zu gelangen, so daß mir der Ausblick über Königspalast und Bangkok versagt blieb.


Wat Arun

Nun mache ich chronologisch einen Sprung an das Ende meiner Reise, da ich die letzten Sehenswürdigkeiten erst am Ende besichtigte, diese aber örtlich hier herein passen. nachdem ich aus Khorat zurückgekehrt war ging es am 28. Tag meiner Reise zum Chatuchak (Weekend) Market. Der Weekend Market findet wie der Name schon sagt nur am Wochenende statt und ist der größte in ganz Thailand. Durch die engen Straßen Chinatowns ging es zum Goldenen Buddha, einer 6 m hohen Statue, die aus 5,5 Tonnen reinem Gold besteht. Sie stammt ursprünglich aus Ayhuttaya. Als dort die Burmesen einmarschierten wurde sie in Gips eingegossen, um sie vor Plünderungen zu schützen, Dies geriet in Vergessenheit. Als in den fünfziger Jahren die Figur in dem Tempel Wat Trimtr ihren neuen Platz einnehmen sollte, riß der Kranhacken und die Figur stürzte zu Boden. Der Gips zerbrach und in der Nacht begann es zu regnen. Der Regen wusch die Figur aus und am nächsten Morgen schimmerte das Gold heraus. Die wertvolle Statue wurde wiederentdeckt.


Der Goldene Buddha

Die letzen 2 Tage meines Urlaubs nutzte ich zu einem Tagesausflug nach Ban- Pa- In, einem Bangkoker Vorort 60 km nördlich. Es handelt sich um die ehemalige Sommerresidenz des Königs und ist eine wunderschöne Parkanlage mit tollen Gebäuden meist im chinesischen Stil. Außerdem besichtigte ich noch das Nationalmuseum in Bangkok, von dem ich mir etwas mehr versprochen hatte, da es hier vor allem um die thailändischen Könige ging und jeder je vom König benutzte Telefonapparat ausgestellt war.


Das moderne Bangkok


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