Doi Inthanon

Doi Inthanon - Nationalpark rund um den höchsten Berg Thailands

Mit einer Gruppe von 10 Leuten sollte es die nächsten 3 Tage durch den Doi Inthanon National Park gehen. Nachdem wir unseren Ausgangspunkt erreicht hatten liefen wir quer durch den Dschungel auf teils sehr engen Pfaden. bis wir irgendwann in einem Dorf der Karen ankamen. Hier sollten wir unser Nachtquartier aufschlagen. Doch zuvor war noch ein 90 minütlicher Ausritt auf einem Elefanten angesagt. Ein Elefant ißt pro Tag ca. 100 kg Grünzeug. Wenn er der Meinung ist, ein Baum, auch noch so abseits des Weges stehend, solle seinen Hunger stillen, dann geht er da auch hin. Egal ob da oben jemand sitzt oder nicht. So wurde das ganze bisweilen ziemlich abenteuerlich. Das Dorf kommt vollkommen ohne Strom und fließendes Wasser aus, so daß die einzige Möglichkeit sich zu waschen der nahegelegene Fluß bietet. Nach dem Essen servierte uns unser Tourguide noch eine Delikatesse, zumindest seiner Meinung nach: Schmetterlingslarven. Natürlich wollte am Anfang keiner zugreifen. Doch in jeder Gruppe findet sich einer der von Hause aus nicht so verwöhnt ist, und in der Tat ist die englische Küche ja auch nicht viel besser: So griff der Engländer unserer Gruppe als erstes zu und kurze Zeit später hatten wir dann alle probiert und wenn man nicht weiß, was man da ist konnte man die Dinger durchaus als genießbar bezeichnen.


Im Doi Inthanon Nationalpark

Am nächsten Morgen führte uns unsere Strecke weiter durch Reisfelder und Flüsse und eine nach wie vor sehr schöne Landschaft. Irgendwann begann es zu regnen. Hier im Dschungel ein einmaliges Ereignis: Zuerst riecht man, daß es gleich regnen wird, dann hört man den Regen in den entfernten Ästen. Dann sieht man ihn und jetzt bleibt immer noch genug Zeit das Regencape anzuziehen, bevor man naß wird. Irgendwie gespenstisch. Durch den Regen wurde die Ganze Wanderung sehr rutschig, was ich natürlich sofort dazu nutzte auf die Schnauze zu fallen und mir den Knöchel zu verstauchen. Es wurde getapet und weiter ging es. Wir stiegen einen Gipfel im Nationalpark höher hinauf und je höher wir kamen, desto einfacher und langweiliger wurde die Gegend. Dann kamen die Blutegel, von denen wir Dank der Mädels in unserer Gruppe alle nicht verschont blieben. Auf einem kleinen Teilstück gab es nämlich besonders viele Blutegel. Statt diese Stelle möglichst schnell zu überwinden und dann alle unwillkommenen Kleintiere zu beseitigen, blieben unsere Damen schreiend mitten im Gestrüpp stehen, um sich gegenseitig die Blutegel zu verbrennen. Nur fing man sich leider für jeden verkohlten Blutegel an dieser Stelle einen neuen ein. Nur langsam konnten wir die Mädels davon überzeugen, weiter zu gehen. Am späten Nachmittag in unserem heutigen Quartier angekommen, nutzten wir alle das Bad im nahen Fluß. Den Abend ließen wir gemütlich am Lagerfeuer ausklingen. Gigantisch auch die Impressionen die wir aus den Dschungelnächten mitbringen konnten. Sobald es dunkel geworden war, wurde die Nacht von einer einmaligen Geräuschkulisse heimgewoht. Es scheint so, als würden die Tiere des Waldes nur darauf warten ihr Konzert eröffnen zu dürfen.


Im Doi Inthanon Nationalpark

Am nächsten Morgen war Bambusrafting angesagt. Die einstündige Bootstour war recht abenteuerlich, doch die Boote hielten allen Stromschnellen und Steinen stand. Nachdem wir den letzten Teil zu unserem Bus zu Fuß zurück gelegt hatten, wollten wir eigentlich zum Gipfel des Doi Inthanon, den höchsten Berg Thailands, aufbrechen, doch ein Gewitter machte diesen Plan zu nichte, so daß wir nach einem Abstecher zu einem Wasserfall nach Chiang Mai zurückkehrten.


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